Pflegegrad 5: Voraussetzungen, Leistungen und Antrag (2026)

Pflegegrad 5: Voraussetzungen und Leistungen

Pflegekraft reicht einer älteren Frau ein Glas Wasser

Pflegegrad 5 steht für schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung. Hier erfahren Sie, was das im Alltag heißt, welche Leistungen es gibt und wie Sie den Pflegegrad beantragen.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Pflegegrad 5 gilt bei 90 bis 100 Punkten im Gutachten.
  • Pflegegeld: 990 Euro im Monat, Pflegesachleistung bis 2.299 Euro.
  • Den Antrag stellen Sie bei der Pflegekasse, formlos reicht zum Start.
Früher: Pflegestufe
Pflegegrad 5 entspricht meist der früheren Pflegestufe 3 mit Härtefall.

Wann gilt Pflegegrad 5?

Der Medizinische Dienst bewertet in einem Gutachten, wie selbstständig ein Mensch ist. Daraus ergibt sich eine Punktzahl von 0 bis 100. Pflegegrad 5 gibt es bei 90 bis 100 Punkten. Wie die Punkte entstehen, lesen Sie unter Pflegegrad berechnen.

Typische Beispiele:

  • Die Person ist meist bettlägerig oder kann sich kaum noch bewegen
  • Sie braucht durchgehend Pflege und Überwachung
  • Medizinische Versorgung ist Teil des Alltags

Das sind nur Beispiele. Entscheidend ist das Gutachten im Einzelfall.

Diese Leistungen gibt es in Pflegegrad 5

Pflegegrad 5 ist die höchste Stufe. Hier lohnt es sich, Hilfen früh zu kombinieren und die Pflegeberatung zu nutzen.
  • Pflegegeld: 990 Euro im Monat (mehr dazu)
  • Pflegesachleistung: bis zu 2.299 Euro im Monat
  • Entlastungsbetrag: 131 Euro im Monat (mehr dazu)
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: bis zu 42 Euro im Monat (mehr dazu)
  • Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: gemeinsamer Jahresbetrag bis zu 3.539 Euro (mehr dazu)
  • Wohnumfeld verbessern: bis zu 4.180 Euro je Maßnahme (mehr dazu)
  • Im Pflegeheim: 2.096 Euro im Monat
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In Pflegegrad 5 ist die Pflege sehr aufwendig. Eine Betreuungskraft im Haushalt kann Angehörige entlasten. Vergleichen Sie kostenlos Angebote.

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So beantragen Sie Pflegegrad 5

Rufen Sie bei der Pflegekasse an (sie sitzt bei Ihrer Krankenkasse) und sagen Sie, dass Sie einen Pflegegrad beantragen möchten. Das reicht für den Start. Danach kommt der Medizinische Dienst zur Begutachtung. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter Pflegegrad beantragen.

Ist der Pflegegrad zu niedrig?

Sie können gegen den Bescheid innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Auch ein Höherstufungsantrag ist möglich, wenn sich der Zustand verschlechtert.

Und wenn die Leistungen nicht reichen?

Auch der höchste Pflegegrad deckt die Kosten nicht vollständig. Besonders im Heim bleibt meist ein hoher Eigenanteil (Pflegeheim-Kosten).

Die Pflegeversicherung ist eine Teilabsicherung: Sie zahlt feste Beträge, die die tatsächlichen Kosten oft nicht decken. Wer die Lücke nicht aus Einkommen oder Ersparnissen tragen möchte, kann sie mit einer privaten Pflegezusatzversicherung oder einem Pflegetagegeld absichern. Das ist keine Pflicht, sondern eine Möglichkeit.

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Selbst vorsorgen: Pflegezusatzversicherung

Wer noch keinen Pflegegrad hat, kann sich früh absichern. Der Beitrag hängt vom Alter und vom Gesundheitszustand ab: Je früher, desto günstiger. Wer schon pflegebedürftig ist, kann in der Regel nicht mehr abschließen. Für Partner, Geschwister oder Kinder kann sich der Blick trotzdem lohnen.

Mehr zur Pflegevorsorge Beitrag berechnen (ERGO)

Wir sind als gebundener Versicherungsvertreter für die ERGO tätig (§ 34d Abs. 7 GewO) und erhalten bei einem Abschluss eine Vergütung. Die Angaben ersetzen keine individuelle Beratung.

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Zum Pflegegrad-Check

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Pflegeberatung. Beträge und Regeln können sich ändern. Quelle: § 15, §§ 36–45b SGB XI, Stand 2026. Bilder: KI-generiert, dargestellte Personen sind nicht real.

Stand: 17. Oktober 2026