Pflegegrad berechnen: Module, Punkte und Gewichtung

Pflegegrad berechnen: So kommen die Punkte zustande

Älterer Mensch beim Gespräch mit Angehörigen

Der Pflegegrad hängt nicht von einer Diagnose ab, sondern davon, wie selbstständig ein Mensch im Alltag ist. Dafür gibt es ein festes Punktesystem.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Der Medizinische Dienst bewertet sechs Lebensbereiche, die „Module“.
  • Die Module werden unterschiedlich gewichtet, am stärksten die Selbstversorgung (40 %).
  • Aus der Gesamtpunktzahl von 0 bis 100 ergibt sich der Pflegegrad.

Bei bestimmten Erkrankungen gibt es Besonderheiten: Demenz · Schlaganfall · COPD · Parkinson · Krebs

Die sechs Module

  • Mobilität (10 %): sich im Bett umdrehen, aufstehen, gehen, Treppen steigen
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (zusammen 15 %, es zählt das Modul mit der höheren Bewertung): Orientierung, Gedächtnis, Gespräche, Unruhe, Ängste
  • Selbstversorgung (40 %): Waschen, Anziehen, Essen, Trinken, Toilette
  • Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen (20 %): Medikamente, Verbände, Arztbesuche, Diät
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (15 %): Tagesablauf, Beschäftigung, Kontakte pflegen

Von den Punkten zum Pflegegrad

  • Pflegegrad 1: 12,5 bis unter 27 Punkte
  • Pflegegrad 2: 27 bis unter 47,5 Punkte
  • Pflegegrad 3: 47,5 bis unter 70 Punkte
  • Pflegegrad 4: 70 bis unter 90 Punkte
  • Pflegegrad 5: 90 bis 100 Punkte

Mehr zu den einzelnen Stufen: Pflegegrade im Überblick.

So bereiten Sie sich auf das Gutachten vor

  • Führen Sie ein bis zwei Wochen ein Pflegetagebuch: Wobei wird wie oft geholfen?
  • Legen Sie Arztberichte und Medikamentenliste bereit.
  • Seien Sie beim Termin dabei und schildern Sie auch schlechte Tage ehrlich.

Eine erste Einschätzung bekommen Sie mit unserem kostenlosen Pflegegrad-Check. Er ersetzt das Gutachten nicht.

Und wenn die Leistungen nicht reichen?

Je höher der Pflegegrad, desto höher die Kosten, die die Pflegekasse nicht deckt.

Die Pflegeversicherung ist eine Teilabsicherung: Sie zahlt feste Beträge, die die tatsächlichen Kosten oft nicht decken. Wer die Lücke nicht aus Einkommen oder Ersparnissen tragen möchte, kann sie mit einer privaten Pflegezusatzversicherung oder einem Pflegetagegeld absichern. Das ist keine Pflicht, sondern eine Möglichkeit.

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Selbst vorsorgen: Pflegezusatzversicherung

Wer noch keinen Pflegegrad hat, kann sich früh absichern. Der Beitrag hängt vom Alter und vom Gesundheitszustand ab: Je früher, desto günstiger. Wer schon pflegebedürftig ist, kann in der Regel nicht mehr abschließen. Für Partner, Geschwister oder Kinder kann sich der Blick trotzdem lohnen.

Mehr zur Pflegevorsorge Beitrag berechnen (ERGO)

Wir sind als gebundener Versicherungsvertreter für die ERGO tätig (§ 34d Abs. 7 GewO) und erhalten bei einem Abschluss eine Vergütung. Die Angaben ersetzen keine individuelle Beratung.

Zum Pflegegrad-Check

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Pflegeberatung. Beträge und Regeln können sich ändern. Quelle: § 15 SGB XI, Stand 2026. Bilder: KI-generiert, dargestellte Personen sind nicht real.

Stand: 17. Oktober 2026