Pflegetagebuch führen: Anleitung und Vorlage zum Ausdrucken

Ein Pflegetagebuch hilft Ihnen, den Alltag mit Pflege sichtbar zu machen. Das ist die beste Vorbereitung auf die Begutachtung und auf einen eventuellen Widerspruch.
- Notieren Sie ein bis zwei Wochen lang, wobei Sie wann und wie lange helfen.
- Schreiben Sie auch schlechte Tage und die Nacht auf.
- Der Pflegegrad hängt von der Selbstständigkeit ab, nicht allein von Minuten. Das Tagebuch zeigt das Gesamtbild.
Warum ein Pflegetagebuch?
Bei der Begutachtung geht es darum, wie selbstständig ein Mensch im Alltag ist. Vieles vergisst man im Gespräch oder lässt es aus Höflichkeit weg. Das Tagebuch erinnert Sie und den Gutachter an das, was wirklich passiert.
So führen Sie es
- Schreiben Sie täglich kurz auf: Wobei wird geholfen? (Waschen, Anziehen, Toilette, Essen, Gehen, Medikamente, Erinnern, Beruhigen)
- Notieren Sie wie geholfen wird: anleiten, teilweise übernehmen oder ganz übernehmen.
- Halten Sie die Dauer in Minuten fest und die Uhrzeit, auch nachts.
- Vermerken Sie Besonderes: Stürze, Verwirrtheit, Unruhe, Schmerzen.
Vorlage zum Ausdrucken
| Datum, Uhrzeit | Wobei wurde geholfen? | Wie? | Minuten | Besonderes |
|---|---|---|---|---|
| Beispiel: 12.10., 7:30 | Waschen, Anziehen | teilweise | 35 | schwindelig |
Wie Sie das Tagebuch nutzen
Legen Sie das Tagebuch zur Begutachtung bereit und zeigen Sie es dem Gutachter. Bei einem Widerspruch oder einer Höherstufung dient es als Beleg. Es ersetzt kein Gutachten, macht Ihr Anliegen aber nachvollziehbar.
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Allgemeine Information, keine Rechts- oder Pflegeberatung. Regeln können sich ändern. Quelle: § 15 SGB XI, Stand 2026. Bilder: KI-generiert, dargestellte Personen sind nicht real.
Stand: 30. Oktober 2026